Wir leben auch noch – Ein Lebenszeichen aus Down Under! Teil 2

Nachdem die Hälfte der Klausuren geschafft ist, hab ich nun etwas Zeit gefunden, den zweiten Teil unseres Artikels zu schreiben. Die Tage nach unserem Trip nach Hobart standen für uns auch schon die letzten Veranstaltungen des Semesters statt. Zwischendurch haben wir dann noch Zeit gefunden, in Melbourne einiges unbekannte (Old Melbourne Gaol – ein altes Gefängnis, diverse Parks, den Shrine of Remembrance – eine der vielen Gedenkstätten für gefallene Soldaten) und einiges bekannte zu entdecken (zumindest dachte ich es, es zu kennen, wie den Victoria Market, der noch viel mehr und günstigeres zu bieten hatte, als bisher gefunden).

Auf dem Markt haben Johanna und ich uns dann auch mit jeder Menge Lebensmitteln eingedeckt, da wir vor hatten, noch einmal für vier Tage ein Auto zu mieten und damit die Great Ocean Road entlang zu fahren. Auch hier galt wieder: das Bekannte hat doch noch einiges Unbekannt zu bieten und so hat sich der zweite Trip auch gelohnt und wir haben immer noch nicht geschafft, alles zu sehen, was wir uns vorgenommen hatten. Neben den “Standardzielen”, wie bekannten Surfer-Stränden und den 12 Aposteln (über die ich ja schon mal berichtet habe), ging es diesmal in einen anderen, größeren und noch beeindruckenderen Teil vom Regenwald und zu erloschenen Vulkankratern, welche man auf dem Rand umrunden konnte.

Eine weitere Feststellung während der Tour: Das australische Wildlife ist im Herbst viel aktiver als im Spätsommer! Schon bei unserem ersten Stop bei einer bekannten Stelle Koalas zu sehen, waren wesentlich mehr Tiere und diese auch noch viel aktiver. Die harmloseren ließen sich beim Fressen und über die Äste klettern beobachten und fotografieren. Andere wollten scheinbar doch nicht gestört werden, sodass ein Koala zum Glück knapp 2m neben uns Wasser vom Baum abließ :D Auch die Kängurus waren schon wesentlich früher aktiv und auf den weiten Steppen zu beobachten. Während unseres Ausflugs nach Tower Hill (das ist die Vulkanlandschaft) haben wir dann Emus und Kängurus hautnah erlebt. Bis auf gut einen Meter Nähe ließen sich die gemütlichen Tiere nicht aus der Ruhe bringen. Mit den Emus verhält es sich dann etwas anders, hier haben wir das Weite gesucht, als sie uns auf die Pelle rücken wollten. Den Tipp, den Arm hoch über den Kopf auszustrecken und den Emu anzuschauen, damit dieser denkt wir sind größere Artgenossen, wollten wir sicherheitshalber nicht ausprobieren.

Leider hatten wir bei einer anderen Tierart weniger Glück: Ende Mai bis September kommen Wale (Buckel- und Blauwale) zum Gebären an die australische Südküste, sodass wir uns entschieden hatten in Warrnambool (dem letzten Ort der Great Ocean Road) und 30km weiter in Port Fairy Halt zu machen und Ausschau zu halten, leider vergeblich (via Facebook haben wir erfahren, dass dann 5 Tage später die ersten gesichtet wurden…).

Zum Abschluss sind wir dann auch noch mal auf dem Rückweg durch die Grampians gefahren und gewandert. Doch die Fahrt dorthin war noch schlimmer als alle bisherigen Nachtfahrten. Kängurus hinter jedem Busch und Strauch machten die 60km Fahrt zu einer mehr anderthalbstündigen Angelegenheit. Kurz vor unserem Hostel angekommen wurden wir dann auch von einer großen Gruppe Kängurus begrüßt, die sich in aller Seelenruhe zwischen den Häuser zum Grasen getroffen hatten. Zwei von ihnen lagen leider schon in einem nicht so guten Zustand auf der Straße…

Zurück in Melbourne hatten wir dann noch ein letztes Ziel: den Eureka Skytower, mit der höchsten Aussichtsplattform auf der Südhalbkugel. Nachdem der erste Versuch aufgrund von tiefen Wolken gescheitert ist, hatten wir dann am nächsten Tag wesentlich mehr Glück und konnten die Aussicht auf die Stadt vom 88. Stock genießen (siehe Bilder). Am nächsten Tag hieß es dann für Johanna leider schon wieder auf den Heimweg machen und für mich dann an die Klausurvorbereitung machen.

So viel nun erstmal von mir, viele Grüße nach Deutschland :)

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Wir leben auch noch – Ein Lebenszeichen aus Down Under! Teil 1

Nachdem unser letztes Lebenszeichen hier im Blog auch schon etwas länger her ist, hab ich mir gedacht, dass es mal wieder an der Zeit ist, ein wenig über die letzten, sehr ereignisreichen Wochen zu berichten.

Der Anfang vom Mai war noch nicht so viel los, die unzähligen Assignments haben doch mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht, sodass nicht mehr so viel Zeit für anderes blieb. Doch zum Glück waren mehr oder weniger alle Assignments abgegeben, als Johanna für drei Wochen hier zu Besuch angekommen ist. So blieb umso mehr Zeit weitere Seiten Australiens kennenzulernen. Neben einem Trip nach Hobart (Tasmanien) hatten wir uns auch einige Tage freigehalten um Melbourne noch einmal näher zu besichtigen und später ein paar Tage mit dem Auto zum zweiten Mal die Great Ocean Road entlangzufahren, da es hier immer noch so viel gibt, was wir mit unserer ersten und auch jetzt mit der zweiten Tour nicht geschafft haben anzuschauen.

Nach einem ersten entspannteren Wochenende zum Erholen, ging es dann am Mittwoch (16.05.) früh morgens vor dem Aufstehen mit der ersten Metro um 5.20 zum Flughafen, da schon um kurz nach 7 unser Flug von Melbourne nach Hobart gehen sollte. Dort sind wir pünktlich auf einem größeren Dorfflughafen (Hobart ist immerhin die Haupstadt Tasmaniens) angekommen und erstmal zu unserem Hostel gefahren, welches direkt im Zentrum lag. Von hier aus starteten wir dann eine erste kleinere (von unseren von Mal zu Mal länger werdenden) Walking Tours – vorbei am Hafen und vielen, für australische Verhältnisse alten, Gebäuden im Stadtviertel Battery Point, von wo aus früher die Hafeneinfahrt militärisch geschützt wurde (Hobart ist die zweitälteste Stadt Australiens und die Insel wurde bspw. vor Melbourne “entdeckt”). Abends gab es dann eine Megaportion Fish’n’Chips mit Muscheln, Scampi u.v.m., die wir nicht einmal zu zweit geschafft haben ^^ Danach sind wir dann nur noch tot ins Bett gefallen (es war noch nicht einmal 10, aber wie gesagt, wir sind früh aufgestanden :P ).

Für den zweiten Tag hatten wir einen Ausflug zum 1200m hohen Mt. Wellington etwa eine halbe Stunde Autofahrt von Hobart entfernt geplant. Mit einem Kleinbus und einem Einheimischen, der einieg Geschichten zum besten gegeben hat, verging die Fahrt ruckzuck. Oben angekommen, war die Sicht leider nicht mehr so gut, wie auf dem Weg, da die Wolken sehr tief hingen und immer nur vereinzelt, dann aber wunderschöne Blicke auf Hobart zuließen. Das eigentliche Highlicht hier oben, war jedoch unser erster australischer Schnee, ja auch so etwas gibt es hier…. Zurück unten angekommen haben wir dann unsere zweite Walkign Tour gemacht, die uns durch die zahlreichen Parks, den Botanischen Garten und zu guter letzt über auf die Tasman Bridge geführt hat, von wo aus man in der Dämmerung einen schönen Blick auf den Hafen hatte. Da unsere Füße mittlerweile aber so weh taten vom vielen Laufen, mussten wir den Rückweg etwas langsamer angehen und doch einige Pause einlegen :P Highlight am Abend war dann der Ofen im Hostel (wir haben nämlich in unserer Wohnung in Melbourne keinen, sodass wir die folgenden Abende diesen immer genutzt haben, um das Verlangen nach Aufläufen und Co zu stillen).

Tag drei und vier wurden wieder dazu genutzt weitere Ecken von Hobart kennenzulernen, u.a. mit einer Ghost Tour das Viertel Battery Point und einige „spukende“ Häuser zu besichtigen oder am Samstagmorgen mit einem Spaziergang über einen der bekanntesten Märkte Australiens , den Salamanca Market.

Nach vier Tagen Tasmanien ging es dann etwas erschöpft zurück nach Melbourne, wo wir dann die folgenden zwei, drei Tage es etwas ruhier angegangen sind, bevor wir dann einige Spaziergänge durch Melbourne unternommen haben. Dazu dann aber mehr in Teil 2, jetzt geht’s erstmal weiter ans Lernen für die in der nächsten Woche anstehenden Klausuren…..

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The End’s not near, it’s here!

Aus, aus, aus, das Spiel ist aus… ja… alles hat ein Ende, leider! Die viereinhalb Monate in California vergingen viel zu schnell und nun sitze ich wieder im gott-sei-dank sommerlichen Westerwald und lasse die letzten Wochen noch ein mal Revue passieren.

Nach Vegas ging es dann doch noch mal ziemlich schnell, schließlich standen noch zig Assignments, Labs und die Finals an und wir hatten dann doch gegen Ende einiges zu tun. Außerdem standen natürlich viele Abschiedsfeiern, Abschiedspoolparties, Abschiedsbiertowertrinken, Abschiedsbbqs, Abschiedsshoppingtouren und so weiter und so fort auf dem Plan.

Am Wochenende nach Vegas sind wir zur Abwechslung noch mal in die Wüste gefahren und zu einer netten Oase gewandert. Es waren ca. 38 Grad aber die Wanderung hat sich gelohnt. Den Tag drauf wurden wir von unserem Marketing Dozenten zum BBQ in sein Wochenendhaus in den Kalifornischen Bergen eingeladen, es war über 2000 meter und die Gegend sah exakt so aus, wie ich mir Kanada vorstelle, sehr sehr anders aber auch wieder wunderschön! Nach einigen Burgern, Hot Dogs und Bieren sind wir ein wenig durch das Örtchen gewandert und haben rund um das Haus des Dozenten (von dem sich ca. 99% der deutschen Dozenten mal mindestens ne Scheibe in Sachen Lehrmethoden abschneiden könnten, weil SEHR GUT!) gechillt.

Die Klausuren verliefen allesamt recht ordentlich ab, mal sehen was die Ergebnisse so bringen.

Dann wurde noch Cinco de Mayo bei meinen Gasteltern gefeiert. Es gab literweise Margarithas, die komischer Weise auch alle leer wurden, was meinen Gastvater sehr begeistert hat ;-)

Ebenso war ich noch zum BBQ und Poolparty im Haus einer Freundin in den Bergen eingeladen, was auch sehr lustig war!

Nach der letzten Klausur ging es dann ans Biertower vernichten, ein letztes Mal nachts in den Jaccuzi und dann bin ich donnerstags auch gleich zur letzten Reise nach Phoenix aufgebrochen.

In Phoenix habe ich mich mit zwei meiner Mädels aus Deutschland getroffen. Theresa ist dort in der Gegend seit 9 Monaten und Anna kam von Deutschland aus zu Besuch. Es waren so ca. 41 Grad (was soll der Geiz) und wir haben den ersten Tag dann auch wirklich nur am Pool das all-inclusive genutzt und sind abends totmüde ins Bett gefallen. Am nächsten Tag sind wir nach Tucson gefahren, wo es 42 Grad war und wir die Graduation von Theresas Gastschwester besucht haben und nachher in einer old Western town viel viel FLEISCH essen waren ;)

Am nächsten Tag sind wir drei dann während des Championsleague-Finales durch die Wüste zurück nach Kalifornien gefahren. Ich saß mit Liveticker auf dem Rücksitz und bin jedes Mal ausgerastet, wenn ich keinen Empfang mehr hatte. Zum Elfmeter-Krimi haben wir dann aber dankenswerter Weise grade Rast gemacht, wo es einen Fernseher gab… leider ist die Geschichte ja nicht ganz so freudig geendet, aber was solls… passiert.

In San Marcos hat mein Gastvater dann für uns drei ein weiteres BBQ vom allerfeinsten aufgefahren und wir haben uns noch die Uni angeschaut und sind dann früh ins Bett gefallen. Am nächsten Tag haben wir dann eine Strandtour Richtung San Diego gemacht und die zwei anderen haben sich auch schon den ersten kräftigen Sonnenbrand eingefangen. Dann waren wir noch in La Jolla und in San Diego Old Town und haben meinen letzten Tag in Kalifornien mit einem starken Sonnenuntergang beendet.

Am nächsten Morgen bin ich dann bereits um halb 6 zum Flughafen aufgebrochen… mein Gepäck hatte sich von 17 kg auf der Hinreise auf 35 kg + 8 kg Handgepäck voller Klamotten erhöht, glücklicher Weise ohne einen cent draufzahlen zu müssen ;-) Erster Stop war noch einmal New York City, wo ich noch mal zwei Tage verbrachte. Im Hostel eingecheckt betrat ich mein Zimmer und durfte freudiger Weise feststellen, dass meine Zimmernachbarin praktisch drei Orte von Hundsangen entfernt wohnt, ich sie aber noch nie vorher gesehen habe… Dank dieses netten Schicksals musste ich dann auch nicht alleine durch NYC laufen sondern hatte für die zwei Tage jemanden.  Den ersten Abend waren wir im Mariott am Times Square, in dessen 48. Stock ein Lokal ist, was sich 360 Grad dreht und man nen tollen Ausblick über die ganze Stadt hat. Leider hat ein Coctail bereits 20$ gekostet und als die Rechnung kam durften wir feststellen, dass es für den Platz am Fenster noch mal eine 10$ Gebühr pro Kopf gab… dementsprechend haben wir doch glatt mal 30$ für nen Coctail gezahlt, naja, der Ausblick war schon nicht zu unterschätzen ;)

Am nächsten Morgen haben wir dann noch mal die Wall-Street, World Trade Center, Grand Central Station und Public Library besucht und sind über die 5th Avenue geschlendert (ich konnte aber nichts mehr kaufen, Platzmangel in den Koffern usw) bevor ich dann gegen Abend die Heimreise angetreten bin. Nach 7 Stunden neben einer dauerhaft schwätzenden Frau aus dem Ruhrpott bin ich dann gut in Frankfurt gelandet und wurde auch gleich zu Hause von Familie und Freunde auf gutes deutsches Bier, Mettbrötchen und und und begrüßt. Um das Jetlag zu umgehen bin ich dann auch grad mal 32 Stunden wach geblieben (im Flugzeug schlafen war ja dank netter Frau nicht drin) und habe mich daher auch schon wieder gut eingelebt, obwohl hier alles doch sehr sehr klein ist! Einspurige Straßen, nur noch ein-Liter-Flaschen, Chips nur noch in Packungen die man ja in einem Rutsch schafft usw…

Glücklicher Weise ist in Deutschland das Wetter grad sehr gut und daher nutze ich die freien Tage um noch mal die Schwimmbäder meiner Heimat zu besuchen und den beige-Ton meiner Haut zu festigen, viele Freunde zu treffen und genug Energie für die lange Praxisphase zu sammeln!

Ich wünsch euch allen noch ne gute Zeit!

Bis bald, Lena

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Zwei Tagesausflüge und der Ernst des Lebens

Auch wenn bei uns im Moment nicht so viel los ist, habe ich gedacht es ist mal wieder Zeit für ein kurzes Lebenszeichen, bevor wieder Vermisstenanzeigen an uns gesendet werden ;)

Zur Zeit steht bei uns einigs für die Uni an, da nun auch die großen Major Assingments bald abgegeben werden müssen und zudem auch noch immer wieder aufgeschobene Mid-Semester Tests geschrieben werden mussten. Da das nicht so wirklich spannend ist zu berichten, gibts noch einen Nachtrag zu zwei Tagestripps aus den Osterferien nachdem wir von der Great Ocean Road zurückgekommen waren.

Der erste führte uns auf die Mornington Peninsula. Hier gab es verschiedene kleine Örtchen und Strände zu sehen und auch mal wieder schön kurvenreiche Straßen – bergaug, bergabe, die man doch noch (laut Schild) mit 15 km/h befahren durfte, eine glatte Lüge, es ging tatsächlich nicht so schnell. Am Ende der Halbinsel, die die Bucht vor Melbourne umgibt, gab es dann mal wieder einen der zahlreichen Nationalparks, dieser jedoch war nicht nur eine reines Naturerlebnis, sondern hier gab es auch alte Militäreinrichtungen und eine Quarantänestation zu besichtigen. Unabhängig von einandender haben wir festgestellt, dass diese Station genau wie diese aus dem Film “Shutter Island” aussah. Keine Menschenseele hatte sich hierher verlaufen, das Wetter war nicht wirklich gut, sondern regnerisch und windig, also auch die Umgebung passte dazu ^^ Es gab hier auch eine kleine Ausstellung über die Station und die ankommenden Einwanderer.

Das absolute Highlight des Ausfluges lag aber noch vor uns: Auf der Hinfahrt hatten wir ihn schon gesichtet und uns für den Heimweg aufgehoben: ein Aldi! Einen so lustigen Einkauf habe ich selten erlebt, wir haben uns wie kleine Kinder über die günstigen Preise und die “besonderen” Artikel gefreut und aus einen paar Kleinigkeiten, wurde schnell ein ganzer Einkaufswagen….

Der zweite Ausflug am nächsten Morgen startete bei nicht wirklich besserem Wetter, es war wieder etwas regnerisch. Aber trotzdem haben wir uns wieder auf den Weg gemacht, diesmal in Richtung Ballarat, der zweitgrößten Stadt Victorias (mit sage und schreibe 70.000 Einwohnern, im Vergleich dazu: Melbourne, die größe Stadt im Bundesstaat, hat 5.000.000). Dafür gab es einiges rund um den Gold Rush zu sehen, der hier um die Stadt begann. Neben der alten Olympia-Ruderstrecke aus den 50er Jahren, sind wir dann auch noch auf einen kleinen Berg gekraxelt, aber im Vergleich zu den Ausichtspunkten der letzten Tage war dieser nicht so besonders.

Ansonsten stand nichts besonderes an, wir genießen trotz aller Aufgaben, das Unileben: Dienstag ist unser Hauptwehtag, da ist rund um den Campus immer viel los, Donnerstag wird mit oft mehr als 10 Leuten Abendessen gekocht und gegessen und am Wochenende steht mal dies und mal das auf dem Programm ;) Jetzt gehts aber wieder ran an die letzten Arbeiten, viele Grüße an euch im (frecherweise wärmeren) Deutschland!

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VEGAS, Baby

Hallöle alle miteinander,

endlich kommt mal ein bisschen zügiger ein neuer Bericht von mir. Grund dafür ist das letzte Wochenende, was unfassbar spektakulär und vielseitig war.

Freitag morgen ging es los in Richtung Las Vegas: 4 Personen, ein Kofferraum voller Taschen, Jackets, Kleider, High-Heels und nach einem kurzen Stop im Outlet noch mehr Tüten mit noch mehr Kleidern, Schuhen usw.

In Vegas angekommen ließen sich dann schon die ersten Prachtbauten von der Autobahn erblicken, die Hoteleinfahrt war der erste absolute Augenschmaus, denn wir wurden dort von unfassbar teuren, schicken Autos (deren Name ich nicht kenne, aber Simon sagts und der weiß es ja!) empfangen, die wohl alle Hotelgästen gehörten (oder meine Theorie: das Hotel mietet die Autos, stellt sie dahin, dass alle Gäste die neu ankommen so reagieren wie wir bzw. Simon J ) Soweit so gut, ein Portier hat uns dann mit einem hübschen Goldwagen die 100 Tüten, Taschen, Schuhe etc. abgeholt und unser Gepäck erst mal weggebracht. Simon und ich haben dann den Wagen weggefahren, Bekanntschaft mit zwei völlig betrunkenen Mädels gemacht und dann haben wir im Hotel ein bisschen zu lange auf unser Zimmer gewartet, was uns veranlasst hat, uns ein wenig zu beschweren, was in Amerika ja immer sehr nette Auswirkungen hat. Ein sehr besorgter Herr an der Rezeption hat uns dann nach kurzer Rücksprache neue Schlüssel gebracht und uns ein Room-Upgrade versprochen, nach Ankunft im 53. Stock unseres Hotels (The Cosmopolitan of Las Vegas, merkt euch das, sehr sehr geil!) sind wir dann in unserem Mega-Appartment mit Küche, King-Bett, Blick auf die Bellagio-Fountains, Caesar’s Palace und den Eifelturm und als absolutem Highlight einem Hot Tub gelandet – man fühlte sich gleich wie im Himmel ;-)

Nach dem Bekunden des Zimmers und mehrmaliger Fountain-Show des Bellagios von oben sind wir dann noch mal über den Strip gelaufen, haben etwas gegessen und uns gegen Abend fertig fürs Feiern gemacht. Der Club war super cool, als Hotelgäste hatten wir freien Eintritt und es wurde bis spät in die Nacht gefeiert und am Ende natürlich noch unser Hot Tub genutzt.

 

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Hotels. Trotz Hitze und Temperaturen von ca. 35 Grad sind wir einige Stunden am Strip entlang gelaufen und haben uns viele Hotels und Casinos von innen angeschaut. Jedes einzelne hat irgendwie etwas besonderes und man kam vom Staunen über die Hotels gar nicht mehr raus, während die Casions mir doch irgendwann alle ähnlich vorkamen. Gegen Mittag haben wir uns dann doch an einen unserer 3 Pools im Hotel gelegt und ein wenig geruht, denn am Abend stand noch eine Runde gamblen im Bellagio auf dem Programm. Zuerst haben wir allerdings im Venezian italienisch gegessen und dabei beim Bewundern der Gondeln und Kanäle ein wenig die Zeit vergessen.

Gegen Mitternacht hatten wir es dann aber doch noch ins Bellagio geschafft und ein paar Runden hinter den Spielautomaten Black-Jack, Roulette und sonstige Späßchen über uns ergehen lassen.

Nachts war dann wieder ein Besuch in unserem privaten hot tub mit Blick auf den Strip angesagt bis ich mich dann irgendwann früher hinlegte, da ich sonntags morgens ein wenig viel früher als die anderen raus musste.

Sonntags ging es dann für mich und zwei andere der Gruppe um kurz vor 8 an den Flughafen, wo wir uns einen Jeep geliehen hatten und in Richtung Osten aufgebrochen sind. Erster Halt war der Hoover Dam, dessen Größe mich ganz schön beeindruckt hat. Ein kurzer Sparziergang einmal drüber und ein paar Ansichtsfotos und weiter ging es zum West Grand Canyon, da wo der Skywalk ist (den wir nicht betreten haben, da die Preise schon Wucherniveau annahmen).

Der Weg zum Canyon war doch ein wenig von Wüste und Staub geprägt, für 20 Meilen mussten wir über eine Schotterpiste wo wir dann doch glücklich waren, einen Allrad-Jeep gemietet zu haben. Endlich angekommen sind wir an zwei verschiedene Stellen gelaufen/gefahren und haben ein wenig die Gegend erkundet und uns an viel zu steile Felsabhänge gesetzt nur um perfekte Fotos zu schießen. Die Aussicht war phänomenal und wir konnten das gute Wetter gleich noch mitgenießen. Nach 3 Stunden staunen und einem kurzen Snack machten wir uns dann auf den laaaaaangen Heimweg nach San Marcos – laut Navi 6 Stunden quer durch Arizona und California. Nach einem kurzen Tankstop in Arizona machten wir uns über den Highway 40 parallel zur Route 66 auf gen Heimat, leider ohne zu wissen, dass es von unserem letzten Halt in Arizona bis zur nächsten Tankstelle bzw. bis zum nächsten Ort wo überhaupt irgendetwas war außer Wüste exakt 155 Meilen und 2,5 Stunden Fahrtzeit waren. Blöder Weise ging der Tank dann etwas schneller leer als gedacht, die letzten 20 Meilen sind wir auf Reserve gefahren, Klimaanlage aus, Radio aus und einfach nur gehofft und Panik verbreitet, nicht stehen zu bleiben… ich bin der festen Überzeugung, dass nur noch einzelne Tropfen im Tank waren, als ich an der Tankstelle angerollt bin, aber so glücklich war ich noch nie beim Tanken ;-)

Irgendwann gegen 23 Uhr sind wir dann doch früher als erwartet (da wir ja nicht stehen geblieben sind und nicht in der Wüste verdursten mussten) in San Marcos angekommen und jetzt stehen mir erst mal einige Tage der Regeneration bevor, sowohl in Sachen Schlaf als auch in der Verarbeitung der ganzen Erlebnisse!

 

Die Vielfalt Amerikas hört scheinbar auch nach 4 Monaten noch nicht auf und als mir heute gesagt wurde, dass ich in exakt einem Monat heimkomme, ists mir schon ein wenig kalt über den Rücken gelaufen, weil daran will ich jetzt noch gar nicht denken ;-)

Die Zeit rast viel zu schnell!

Ich hoffe, euch geht’s gut, endlich mal wieder ein längerer Artikel von mir!

Viele Grüße,

Lena

 

 

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