Duomo, Aperitivo & Co – oder: die ersten zwei Wochen in Mailand

Nun hat für mich in Mailand schon die dritte Woche angefangen, die Zeit vergeht bei den ganzen Unternehmungen so schnell. Das erste Wochenende habe ich damit verbracht mir einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Mit der Metro gings in die Innenstadt, wo man über eine sehr beliebte Einkaufstraße zum Dom (der zweitgrößten Kirche Italiens, nach dem Petersdom in Rom) gelangen konnte. Hier fielen dann schon die zahllosen Luxusklamottenläden und die davor wartenden Männer mit unzähligen Einkaufstüten auf :P Nach einer Tour über den Domplatz habe ich leider vergeblich die auf allen Karten eingezeichnete Touristen-Info gesucht. Gefunden habe ich sie später ganz woanders, sie war dennoch im Vergleich zu den aus Australien eine große Enttäuschung, denn mehr als ein Stadtplan war hier nicht zu holen und meine Fragen konnten sie leider auch nicht beantworten… Dafür hab ich den Ort, an dem der Campari vom gleichnamigen Herren erfunden wurde, gefunden – doch haben auch hier, wie in allen anderen Restaurants und Bars rund um den Dom, die Preise “leicht” meinen Geldbeutel gesprengt, sodass es bei einem Blick durch das Schaufenster blieb.

Auf den Dom selber konnte ich an diesem Wochenende nicht, da die Mailänder vom kürzlich verstorbenen Mailänder Kardinal Abschied genommen haben, weshalb es auch im Dom selber mehr als nur voll war. (Die Bilder vom Dach des Domes stammen vom zweiten Wochenende hier). Nachdem ich dann knapp 10 Afrikaner, die einem Freundschaftsbänder “for free, for free” um die Ohren hauen oder Taschen, Uhren usw. andrehen wollen, entkommen bin, ging es weiter durch die Fußgängerzone bis hin zur Burg und einem großen Park dahinter, in dem man sich gut von dem Trubel der Einkaufsgegend erholen kann.

Am Sonntag habe ich dann die Innenstadt gemieden und bin einem Tipp aus meinem Reiseführer nachgekommen: ein Rundgang durch das Navigli-Viertel. Hier sind noch zwei Kanäle aus der da-Vinci-Zeit erhalten, früher soll Mailand mit mehr als 230km Venedig geähnelt haben, heute ist davon aber nicht mehr viel zu sehen. Dennoch ist diese Gegend sehr schön und man findet jede Menge kleine Cafes, Bars und Restaurants (inkusive einer australischen Burgerbar :D ) entlang der Kanäle.

Unter der Woche ging es dann auch mal das Abend-/Nachtleben anschauen und eine für die Stadt typische Tradition mitmachen: Es gab Aperitivo. Die in dieser Woche aus dem Urlaub zurückgekehrten Praktikanten bei HP haben mich mit in eine Bar genommen. Bestellt man hier einen Cocktail, gab es hierzu viele verschiedene Kleinigkeiten, wie Pizzastücken, Schinken, Salami und Ciabatta auf Kosten des Hauses. Das war so lecker, dass ich das am Freitag gleich noch einmal mit Johanna, die für das Wochenende da war, ausprobieren musste. Diesmal haben wir sogar eine Bar gefunden, in der es wieder mit Kauf eines Getränkes etwas zu essen gab. Diesmal war das jedoch ein großes Antipasti-Nudel-Pizza-Schinken-All-you-can-eat Buffet – seeeeeehr lecker :D (wenn das kein Grund ist, mich in Mailand besuchen zu kommen ;) ;) ).

Und auch sonst begeistert mich die italienische Küche sehr: in der Kantine gibt es nach wie vor sehr leckere Gerichte, von gegrilltem Steak, über Lachs und frischen Riesencalamari bis hin zu drei verschiedenen Pasta und Risotten Gerichten jeden Tag. Auch im großen Supermarkt (aber nicht im Penny nebenan, denn hier gibts es zu 90% deutsche Lebensmittel, sogar mit dt. Beschriftung) habe ich schon einige Zeit verbracht und mich gut mit typischen Zutaten eingedeckt :) – Risotto con frutti di mare gab es schon letzte Woche, am Wochenende dann selbstgemachte Lasagne mit frischen Nudelplatten (also keine getrockneten) und mal sehen was es diese Woche leckeres gibt. (wenn das nicht der nächste Grund für einen Besuch ist :P ).

Für das Wochenende stand dann der erste Ausflug ins Umland von Mailand an, es sollte an den Lago di Como gehen. Mehr dazu im nächsten Artikel. Bis dahin!

Fabi

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