Wir leben auch noch – Ein Lebenszeichen aus Down Under! Teil 2

Nachdem die Hälfte der Klausuren geschafft ist, hab ich nun etwas Zeit gefunden, den zweiten Teil unseres Artikels zu schreiben. Die Tage nach unserem Trip nach Hobart standen für uns auch schon die letzten Veranstaltungen des Semesters statt. Zwischendurch haben wir dann noch Zeit gefunden, in Melbourne einiges unbekannte (Old Melbourne Gaol – ein altes Gefängnis, diverse Parks, den Shrine of Remembrance – eine der vielen Gedenkstätten für gefallene Soldaten) und einiges bekannte zu entdecken (zumindest dachte ich es, es zu kennen, wie den Victoria Market, der noch viel mehr und günstigeres zu bieten hatte, als bisher gefunden).

Auf dem Markt haben Johanna und ich uns dann auch mit jeder Menge Lebensmitteln eingedeckt, da wir vor hatten, noch einmal für vier Tage ein Auto zu mieten und damit die Great Ocean Road entlang zu fahren. Auch hier galt wieder: das Bekannte hat doch noch einiges Unbekannt zu bieten und so hat sich der zweite Trip auch gelohnt und wir haben immer noch nicht geschafft, alles zu sehen, was wir uns vorgenommen hatten. Neben den “Standardzielen”, wie bekannten Surfer-Stränden und den 12 Aposteln (über die ich ja schon mal berichtet habe), ging es diesmal in einen anderen, größeren und noch beeindruckenderen Teil vom Regenwald und zu erloschenen Vulkankratern, welche man auf dem Rand umrunden konnte.

Eine weitere Feststellung während der Tour: Das australische Wildlife ist im Herbst viel aktiver als im Spätsommer! Schon bei unserem ersten Stop bei einer bekannten Stelle Koalas zu sehen, waren wesentlich mehr Tiere und diese auch noch viel aktiver. Die harmloseren ließen sich beim Fressen und über die Äste klettern beobachten und fotografieren. Andere wollten scheinbar doch nicht gestört werden, sodass ein Koala zum Glück knapp 2m neben uns Wasser vom Baum abließ :D Auch die Kängurus waren schon wesentlich früher aktiv und auf den weiten Steppen zu beobachten. Während unseres Ausflugs nach Tower Hill (das ist die Vulkanlandschaft) haben wir dann Emus und Kängurus hautnah erlebt. Bis auf gut einen Meter Nähe ließen sich die gemütlichen Tiere nicht aus der Ruhe bringen. Mit den Emus verhält es sich dann etwas anders, hier haben wir das Weite gesucht, als sie uns auf die Pelle rücken wollten. Den Tipp, den Arm hoch über den Kopf auszustrecken und den Emu anzuschauen, damit dieser denkt wir sind größere Artgenossen, wollten wir sicherheitshalber nicht ausprobieren.

Leider hatten wir bei einer anderen Tierart weniger Glück: Ende Mai bis September kommen Wale (Buckel- und Blauwale) zum Gebären an die australische Südküste, sodass wir uns entschieden hatten in Warrnambool (dem letzten Ort der Great Ocean Road) und 30km weiter in Port Fairy Halt zu machen und Ausschau zu halten, leider vergeblich (via Facebook haben wir erfahren, dass dann 5 Tage später die ersten gesichtet wurden…).

Zum Abschluss sind wir dann auch noch mal auf dem Rückweg durch die Grampians gefahren und gewandert. Doch die Fahrt dorthin war noch schlimmer als alle bisherigen Nachtfahrten. Kängurus hinter jedem Busch und Strauch machten die 60km Fahrt zu einer mehr anderthalbstündigen Angelegenheit. Kurz vor unserem Hostel angekommen wurden wir dann auch von einer großen Gruppe Kängurus begrüßt, die sich in aller Seelenruhe zwischen den Häuser zum Grasen getroffen hatten. Zwei von ihnen lagen leider schon in einem nicht so guten Zustand auf der Straße…

Zurück in Melbourne hatten wir dann noch ein letztes Ziel: den Eureka Skytower, mit der höchsten Aussichtsplattform auf der Südhalbkugel. Nachdem der erste Versuch aufgrund von tiefen Wolken gescheitert ist, hatten wir dann am nächsten Tag wesentlich mehr Glück und konnten die Aussicht auf die Stadt vom 88. Stock genießen (siehe Bilder). Am nächsten Tag hieß es dann für Johanna leider schon wieder auf den Heimweg machen und für mich dann an die Klausurvorbereitung machen.

So viel nun erstmal von mir, viele Grüße nach Deutschland :)

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