Endspurt!

Weitere interssante Tagen und Wochen liegen hinter mir und so dachte ich, dass es wieder einmal Zeit für einen kleinen Artikel ist. Fast jedes Wochenende war jetzt Besuch bei mir, erst meine Lieblingsschwester, dann die werten Eltern, Johanna und zu guter Letzt der Marci, der sich ja vorher lange nicht mehr bei mir blicken gelassen hat ;) Da bis auf Johanna alle Mailand noch nicht kannten, habe ich meine Stadtführerkenntnisse weiter ausgebaut, ich glaube langsam könnte ich schon einen kleines Geschäft damit starten :P Neben den “typischen” Orten, wie dem Dom, der Burg und dem Park, sowie den Kanälen und der Besuch einer Bar zum Aperitivo (ja, das ist bei mir auch immer noch sehr beliebt), habe ich aber auch neue Seiten entdeckt.

Letztes Wochenende z.B. ging es am Sonntag in das Stadtviertel San Siro. Die Fußballbegeisterten ahnen schon warum, Marci und ich hatten uns nämlich Karten für das Fußballspiel von Inter gegen Catania gekauft. Nein, das war keine Kamikadze-Aktion, wir sind auch ohne Rüstung wohl behalten zurückgekommen :D Doch vorher sind wir noch auf einen Berg in der Nähe spaziert, der ähnlich wie der Berliner Teufelsberg aus Trümmern aus dem 2. Weltkrieg besteht und am Rande der Stadt einen tollen Ausblick bietet. Das ganze dann noch bei strahlendem Sonnenschein und knapp 25 Grad, so lässt es sich aushalten :)

Von hier aus sind wir dann ins Guiseppe Meazza Stadion spaziert, das wir schon vom Berg aus begutachtet hatten. Dort angekommen, habe ich mich erstmal mit einem Panini gestärkt, bevor es dann ins Innere des Stadion ging. Das war auch gut so, denn der Aufstieg in den obersten dritten Rang erfolgte über eine Spirale (siehe Bild) mit mindestens 173 Umdrehungen, sodass wir dann doch schon nach gefühlten 20min im Kreislaufen oben angekommen sind. Das Stadion selbst ist riesig, hat ja auch mehr als 80.000 Plätze, ist aber schon etwas in die Jahre gekommen und mit den modernen deutschen Fußballstadien nicht zu vergleichen. Doch auch wenn das Stadion nur halb voll war, war die Atmosphäre schon beeindruckend, besonders wenn man zwischen alteingesessenen Inter-Fans sitzt, die sich über Reihen hinweg anbrüllen, um gemeinsam ihrer Freude, aber vor allem ihren Ärger Luft zu machen – sehr amüsant :D Das Spiel war auch ordentlich, Inter hat mit zwei schönen Toren 2:0 gewonnen.

Auch am vorangegangen Wochenende stand etwas Neues für mich auf dem Plan, denn mit Johanna war ein Tagesausflug nach Genua, der Heimatstadt von Christoph Kolumbus, geplant. Wieder mit dem günstigen 9€ Ticket ging es in 1,5h von Mailand an die Küste. Nach einem nebligen Morgen, klarte es auf der Fahrt immer mehr auf und wir konnten zunehmend die immer bergiger werdende Landschaft anschauen. Genua selbst ist von seinem Hafen mit rieeesigen Kreuzfahrtschiffen und seinen endlosen winzigen Gassen geprägt. Da diese leider auch nur gelegentlich auf Karten eingezeichnet sind, haben wir uns des Öfteren leicht verirrt :P Die Häuser und Paläste waren schön anzusehen, einzig der Gestank in den Gassen, die natüüüürlich auch wieder als Toiletten herhielten, trübte etwas den Eindruck. Genua verfügt außerdem über diverse Fahrstühle, die den unteren Teil der Stand mit den Bergen verbinden. Auch wir haben die Gelegenheit genutzt, unsere Füße etwas zu schonen und so sind wir für 80 Cent nach oben gefahren, das ganze wurde mit einer schönen Aussicht belohnt. Später auf dem Weg nach unten haben wir dann festgestellt, dass Fahrstühle nicht nur vertikal unterwegs sind, sondern sich in Genua auch gerne mal vertikal UND dann horizontal fortbewegen – sehr spannend! :D Abschließend haben wir noch die Genoveser (ich glaub so lautet das deutsche Wort dafür) Spezialiäten ausprobiert: Neben Foccacia haben wir auch noch echtes “Genoveser” Pesto auf einem Markt gekauft, das viiiiel besser als jedes im Supermarkt gekaufte schmeckt (war dafür auch nicht so ganz billig, aber es hat sich gelohnt :P ).

Ich bin schon gespannt, was mich an diesem Wochenende in Verona und am Donnerstag (Feiertag in Italien :) ) in Venedig erwartet, bevor es dann am 2.11. auch schon wieder zurück nach Deutschland geht.

Bis dahin!

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Schlaflose Nächte

Die letzten drei Wochen waren voll von Besuchern, Heimflügen und Meetings, sodass ich keine Zeit hatte, nochmal etwas zu schreiben.

Den Anfang machte Jill, die am Tag der Deutschen Einheit, an dem ich NICHT frei hatte, für ein paar Tage zu Besuch kam. Neben dem Hungarian House of Terror, besuchten wir auch den Zoo und die typischen Sehenswürdigkeiten Budapests. Freitags machten wir dann Bekanntschaft mit diversen Spirituosen und britischen Folkloresängern in einer ICE-Bar. Mehr kann ich zu dem Abend nicht mehr sagen ;-) scheint aber lustig gewesen zu sein. Dementsprechend verkatert ging es samstags bei senkender Hitze zur Fischer Bastei, wo wir uns einen 15-Euro-Nachtisch gegen Kopfschmerzen gönnten. Sonntags waren wir noch in einem der berühmten Bäder, besser gesagt, im berühmtesten Bad überhaupt (Gellert, Gruß an die ErgoDirekt :-) ) und haben relaxed.

In der darauffolgenden Woche war Klassenfahrt angesagt. Die 13er aus der Schule meines Bruders rückten an und da ich sowohl einige Schüler, als auch eine Lehrerin kannte, ließ ich es mir nicht nehmen, ein-zwei Tage abends mal mit der Gruppe auszugehen. Dementsprechend gering war der Schlafanteil und umso passender war es, dass ich in dieser Woche donnerstags dann auf 3fache Geburtstagstour ins ferne Hundsangen flog, wo ich ja bekannter Weise per Definition länger feiere als schlafe und das tat ich dann auch 5 Tage lang. Um das Ganze zu toppen nahm ich montags dann noch meine Mutter und meine Tante mit nach Budapest und freute mich auf 3 Tage Global Meeting mit Kollegen aus Australien, UK, den USA, Niederlanden und der Schweiz, inklusive Abendprogramm – strike! Noch ‘ne Woche ohne Schlaf :-)

Sowohl das Meeting als auch das Abendprogramm waren allerdings wirklich spitze, es ging um die Verbesserung eines Global angewandten Tools und die Erstellung eines Projektplans zur Umsetzung unserer Vorschläge. Abends waren wir richtig traditionell essen und die Kollegen aus Übersee, die vor Beginn ihrer Reise noch panisch Emails mit „Gibt es dort auch ATMs? Gibt es Taxen die mich zum Hotel bringen?“ schrieben, waren am Ende doch ziemlich begeistert von der ungarischen Küche, diversen Getränken, der deutsch-österreichischen Gastfreundschaft von mir und meinem Betreuer und der Stadt als Ganzes. Mit meiner Mutter und meiner Tante schaffte ich es dann auch noch, ab und zu Zeit zu verbringen und das schöne Wetter bei einer Bootstour über die Donau zu genießen.

Als das Wochenende anrückte und alle mir bekannten Menschen Budapest verlassen hatten, hab ich erst mal 30 Stunden geschlafen, scheinbar hatten die schönen zweieinhalb Wochen doch Spuren hinterlassen ;-) Da gestern und heute hier aber Brücken- bzw. Feiertage waren, konnte ich trotz Projektarbeit wenigstens ein bisschen Wochenende nachholen und bin jetzt wieder frisch für meine zwei letzten Wochen hier in Ungarn.

Ich hoffe, euch geht’s gut und ihr erholt euch noch schön vor dem Start in Stuttgart.

Bis demnächst,

Lena

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Wellness am Balaton!

 

Hallöchen!

Dieses Wochenende verschlug es mich nach Siofok, einen bekannten Ausflugsort am Plattensee. Im Hochsommer ist dieser Ort bevölkert von Jugendscharen aus ganz Europa, die dort alle günstiges Bier und rauschende Partys genießen, zur Zeit ist es doch eher ein verschlafenes Örtchen. Ziel meiner Reise war ein größeres Wellnesshotel direkt am See. Aufgrund zahlreicher Besuche vom 3. – 19.10. durchgehend (und an den einzigen freien Tagen dazwischen flieg ich heim) wollte ich nochmal ein wenig entspannen und Wellness machen. Gesagt, getan, Samstagmorgen ging es recht früh los. Während ich von dem Zug nach Österreich noch so begeistert war, für 13 Euro unter wirklich ICE-ähnlichen Bedingungen nach Wien zu  kommen, entsprach dieser Zug nun doch seinen 5 Euro Ticketkosten, aber die anderthalb Stunden Fahrt hielt ich ganz gut in Gesellschaft von zwei polnischen Studentinnen aus (für die der Zug Luxus und die Ticketkosten zu hoch waren – willkommen in Europa!)

 

Im Hotel angekommen bezog ich sofort mein Zimmer und begab mich in den Spa-Bereich und kostete diesen auch bis 18 Uhr abends aus. Danach nutzte ich das vorhandene deutsche Fernsehen im Zimmer um endlich mal die Bundesliga-Spiele zu sehen anstatt sie nur im Radio zu hören ;-) Danach ging es essen und Cocktails trinken bis ich dann recht zeitig völlig entspannt und erschöpft vom Tag in mein Bett fiel :-)

 

Am nächsten Morgen checkte ich aus und besuchte nochmal die Stadt und den See, das Wetter hatte sich nämlich wieder um einiges (von bewölkt und 23 Grad auf Sonnenschein und 28 Grad) gebessert. Kurzentschlossen entschied ich mich für eine Bootstour auf dem See. Dabei traf ich eine schrecklich nette österreichische Familie, bestehend aus Mama, Papa und mind. 30 jährigem Sohn, der aber noch wie 10 behandelt wurde. Leider sah Papa dann in mir irgendwie die perfekte Schwiegertochter und ich war froh, als die Bootstour sich dem Ende zuneigte. :-)  Der Balaton selbst ist der größte Binnensee Mitteleuropas, er ist 79 km lang und 7,8 km breit (Quelle Wikipedia) und damit um einige km² größer als der Bodensee (laut Wikipedia 58km² aber das ist ja mal irrelevant). Der derzeitige Wasserstand ist dieses Jahr aber 60 cm niedriger, da der Sommer sehr heiß war. Die Städte um den See herum leben alle vom Tourismus und bestehen größtenteils aus Hotels, Ferienanlagen und Parks. Wohlhabende Ungarn haben am Balaton ihre Ferienwohnungen. Alles in allem eine nette Gegend. Außerdem ist der See sehr gut zum Segeln und der Wellengang ist nicht so stark wie der Pazifik (mag vll. an der Größe liegen :-) ) jedenfalls hab ich die Tour dieses Mal ohne schlimmere Zwischenfälle überstanden. Danach habe ich noch ein bisschen am Ufer gesessen, bin durch die Stadt gegangen, hab einen Kaffee getrunken und dann wieder den Zug Richtung Budapest genommen.

 

 

Alles in allem war es ein schönes und erholsames Wochenende und die Akkus für die nächsten Tage und Wochen sind aufgeladen und ich freue mich schon sehr auf meine Besucher in der nächsten Zeit!

Viele Grüße, Lena

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Prossima Fermata: Torino

Halbzeit! Jetzt bin ich schon 5 Wochen in Italien und damit ist auch schon wieder die Hälfte des Praktikums um… Da ich unter der Woche nicht so viel schaffe zu unternehmen, da ich nach der Arbeit mich doch eher weniger aufraffen kann, nochmal loszugehen, werden dafür die Wochenenden umso voller gepackt. Da der letzte Artikel schon etwas her ist, stehen noch Berichte von den letzten zwei Wochenenden aus.

Am ersten Wochenende durfte ich nach nicht all zu langer Zeit hier, schon das erste Mal den Stadtführer hier spielen, da Johnny und Isa sich die Ehre gaben, mich hier zu besuchen. Vom Shoppen wurde ich glücklicherweise weitgehend verschont, das hatten die Mädels am Freitag während ich noch gearbeitet habe, erledigt – Danke nochmal :P Zusammen mit einigen Australien-Freunden haben wir nicht nur die Stadt angeschaut, sondern auch seeeehr viel gegessen und ich hab auch ein paar neue Orte für die Abendgestaltung kennengelernt, z.B. einen großen Platz mit alten, römischen Säulen, der abends voll mit Menschen ist, die sich auf dem Platz treffen, quatschen, Musik machen,… – eine sehr schöne Atmosphäre. Das Wetter hat sich auch nochmal von seiner besten Seite gezeigt und so konnten wir nicht nur gemütlich im Park sitzen, sondern auch entlang der Navigli spazieren und dort einem der vielen Lokale einen Besuch abstatten.

Ein Wochenende später war dann kein Besuch da, stattdessen habe ich den Samstag einiges erledigt, um mir dann den Sonntag freihalten zu können, da ich mir hier sehr günstige Zugtickets (9€ pro Strecke mit dem ICE-vergleichbaren Zug) für einen Tagesausflug in das eine Stunde westlich gelegene Turin gekauft hatte. Pünktlich in Turin angekommen, bin ich dann mit Stadtplan bewaffnet losmarschiert, ich wollte ja möglichst viel von der Stadt sehen. Insgesamt gab es meiner Meinung nach sehr viel mehr zu sehen als “zu Hause” in Mailand, sodass mir Turin sogar fast besser als Mailand gefällt. Hier gibt es noch mehr Überreste aus der römischen Zeit zu sehen (rotes Stadttor, Ausgrabungen eines römischen Theaters, Reste der Stadtmauer,…) und zudem den alten Palast des italienischen Königs.

Nach einer kleinen Stärkung mit einem unglaublich leckeren Eis, bin ich dann auf dem Weg zur Mole Antonelliana (der Turm auf dem Bild/auf der italienischen 2-Cent-Münze) über einen mehr als “interessanten” Flohmarkt gekommen. Auf Decken wurde alles verkauft, was noch nicht auseinanderfällt: Es lagen HAUFEN voller Handys und Handyladegeräte, aber auch HAUFEN alter, wirklich alter, getragener Schuhe zum Kauf bereit. Ein Andenken habe ich trotz des großen Angebots aber doch nicht mitgenommen, das Ganze war mir doch nicht so geheuer. Außerdem hat es in dem Stadtteil sehr nach “Toilette” gerochen, als ich dann zwischen parkenden Autos einen Mann im Anzug gesehen habe, der sein Geschäft verrichtete, wusste ich also auch warum :P

Die Gegend um den Turm war dann wieder schöner, mit vielen kleinen italienischen Cafes, doch ich wollte mich erstmal an der Schlange für den Fahrstuhl anstellen, was auch gut so war, denn ich musste “nur” 45min anstehen, als ich später gegangen bin, war die Anstellzeit schon auf knapp das Doppelte angestiegen. Mit dem Panorama-Aufzug ging es durch die Kuppel, in dem das nationale Kinomuseum untergebracht ist und welche allein schon sehr beeindruckend war, da der Turm ursprünglich als Synagoge gedacht war (der Bau gefiel der jüdischen Gemeinde aber nicht und wurde deshalb schleunigst an die Stadt verkauft). Von oben hatte man eine tolle Aussicht über Turin und die nahe gelegenen Hügel, allerdings hingen die Wolken so tief, dass von den Alpen leider nichts zu sehen war. Nach einem kleinen Spaziergangs entlang des Ufers vom Po, musste ich mich dann auch schon wieder auf den Weg zum Bahnhof machen, um meinen Zug zurückzuerwischen. Auf diesem Weg hat mich dann der krasse Gegensatz zum Ramschflohmarkt erwartet: eine Straße war voller Künstler, die ihre Gemälde ausgestellt und zum Verkauf angeboten haben.

Auch die Rückfahrt hat ohne Probleme geklappt, sodass ich mich schon sehr auf die nächsten Ausflüge mit der Bahn freue, nun sind nämlich auch Fahrten nach Venedig und Verona gebucht. Doch dieses WE wird erstmal München einem Besuch abgestattet ;)

Viele Grüße,
Fabse

P.S.: Entgegen dem Titel des Artikels, spreche ich immer noch kein fließendes Italienisch, tägliches Fahren mit der Metro bildet :P

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Auf den Spuren Sissis – ein Wochenende in Wien

Hallo Leute, hier mal wieder ein kleiner Artikel von mir.

Nachdem wir am letzten Wochenende mal mehr oder weniger die Bars und Kneipen von Budapest ausprobiert haben und ich dementsprechend tagsüber viel Zeit in meinem Bett verbracht habe ( :-) ) ging es dieses Wochenende mit dem Zug nach Wien. Da einer meiner 124538433252437092 Cousins (alle vom Stamm der sagenumwobenen Hufflepuffs, gell Jan) seit einigen Jahren dort lebt und arbeitet war es mal an der Zeit, ihm einen Besuch abzustatten und mir Wien zeigen zu lassen. Nach einer zweistündigen Zugfahrt für 13 Euro kam ich samstags schon ziemlich früh in Österreichs Hauptstadt an wurde auch gleich von meinem Cousin bei beständigem Wetter in Empfang genommen. Wien ist in Bezirke aufgeteilt, was die Stadt sehr übersichtlich macht. Da ich direkt am Schottenring wohnte, der den ersten Bezirk umschließt und Teile des ersten Ringes für sowas wie „Wien on the road“ für Fahrradfahrer und Fußgänger gesperrt war, haben wir gleich die Initiative ergriffen und sind von Uni über Rathaus, Hofburgtheater, Parlament zum Volksgarten, wo gerade Tag des Sports war. Der komplette Park war voll mit Sportständen, überall konnte man Sportarten testen, von Fechten über Klettern zum Sprint, Fußball, Tennis, Tanzen, jedem Geschmack wurde etwas geboten. Außerdem tummelten sich dort einige österreichische Sportlerpersönlichkeiten (ich kannte nur Marcel Koller, Trainer der österreichischen Nationalmannschaft). Weiter ging es durch die Innenstadt zum Stephans-Dom und dann zum Mittagessen an den Naschmarkt, wo ordentlich Obst und Gemüse gehandelt wird. Nach einem kurzen Abstecher zum Kaffeetrinken ging es dann zum ersten Sissi-Schloss, Schönbrunn. Dazu reicht eigentlich ein Wort: wunderschön :-) das Schloss selbst ist super gepflegt, die Gartenanlage trotz Herbstbeginn noch mit bunten Blumen versehen und das Gesamtbild ist super! Ich war beeindruckt. 

Nach einem Sparziergang rund ums Schloss ging es dann mal zur Erholung ins Hotel für mich (Bundesliga mit Bild auf Deutsch ist schon was Tolles!). Den Abend verbrachten wir dann mit einigen Freunden meines Cousins im Bermuda-Dreieck, eine Gegend voller Bars und Clubs, wo es dann auch recht lang und volltrunken wurde und wir irgendwann um 2 Uhr nochmal eine Wurstbude stürmten und uns nochmal ordentlich leckere Käse-Krainer gönnten, was im Folgenden zu meinem lieblings-Österreichwort wurde.

Am nächsten Morgen war das Aufstehen nicht so einfach, aber es standen noch ein paar Touren an. Erster Stopp war der Prater, wo es viele Attraktionen und Fahrgeschäfte gibt, unter anderem ein berühmtes Riesenrad und das höchste Kettenkarussell der Welt mit 110 Metern. Trotz leichtem Kater hab ich mich dann auf das Kettenkarussell getraut und es hat auch echt geholfen mal ein bisschen durchgerüttelt zu werden, außerdem war die Aussicht auch nicht von schlechten Eltern! Danach machten wir uns auf zum Schloss Belvedere, die „Winterresidenz“ von Franzl und Sissi und Maria Theresia und wie sie alle hießen. Farblich ist das Schloss sogar etwas „kälter“ aber es gibt mehr Brunnen als in Schönbrunn. 

Nach einigen Runden rund um Belvedere und den Garten sind wir dann nochmal in die Stadt, denn ich hatte noch keine berühmte Sacha-Torte gegessen. Bei Kaffee und Kuchen mit einigen Freunden kam dann auch nochmal richtig die Sonne raus und wir konnten das schöne Wochenende gut ausklingen lassen.

Jetzt bin ich wieder in Budapest und es steht eine warme Woche mit bis zu 30 Grad bevor. Ich hoffe, es wird demnächst nochmal ein bisschen kälter, weil die bekannten Budapester Bäder und Thermen lohnen sich mit ihren 28 – 30 Grad nun mal erst, wenn es draußen kalt ist ;-)

Außerdem warte ich noch auf den Tag, an dem ich auf meinem Weg zur Arbeit von einem Fahrrad angefahren oder gar überfahren werde, weil die Damen und Herren da nicht allzu sehr auf Straßenverkehrsregeln oder Passanten Rücksicht nehmen. ;-)

Soviel von mir, ich hoffe, euch geht’s gut!

Viele Grüße,

Lena

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